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Rückenschmerzen - das muss nicht sein!

Immer Haltung bewahren - in unserer sitzenden Gesellschaft gar nicht so leicht und viele unter uns leiden deshalb unter unangenehmen Rückenschmerzen. Finden Sie hier ein paar Anregungen für die nachhaltige Vermeidung von Rückenschmerzen.

Rückenschmerzen was tun?

Rückschmerzen sind eine richtige Volkserkrankung, die häufig bei Menschen zwischen 30 und 60 Jahren auftritt. Dabei sind 60-80% der Frauen und 65-70% der Männer betroffen, die an Rückenschmerzen leiden. Eine zunehmende Tendenz kann auch bei Kinder und Jugendlichen festgestellt werden. Die Ursache bei Kindern und Jugendlichen ist oft ein Mangel an Bewegung und falsche Sitzhaltung beim Fernsehschauen und beim Computerspielen.

Man unterscheidet bei den Rückenproblemen zwischen orthopädischen, inneren und psychosomatischen Ursachen. Beim Beginn von Rückenschmerzen können sowohl körperliche als auch seelische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

Rückenschmerzen werden je nach Art, Lokalisierung sowie Häufigkeit in die Kategorie Lumbago (auch Hexenschuss genannt), Lumbalgie (chronische Rückenprobleme), Ischialgie (Beinschmerz) und Lumboischialgie (Kreuzschmerz sowie Schmerzen in den Beinen) unterschieden. Umfangreiche Informationen hierzu finden Sie hier:

Rückenschmerzen

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In der Medizin wird der Rückenschmerz auch in Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom), Brustwirbelsäulensyndrom (BWS-Syndrom) sowie Lendenwirbelsäulensyndrom (LWS-Syndrom) eingeteilt, je nachdem wo der Schmerz an der Wirbelsäule auftritt.

Welche Ursachen können die Rückenprobleme haben:

  • Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule, wie z.B. Bandscheibenvorfall, Arthrose, Wirbel- und Gelenkblockierungen
  • Hexenschuss
  • Muskelverspannungen, durch z.B. Zerrungen, Überdehnungen, Zugluft, verkrampfte Körperhaltung
  • Ischias
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Schleudertrauma
  • Osteoporose
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Zugluft
  • Starre Kopfhaltung

Selbsthilfemaßnahmen bei akuten Rückenschmerzen:

  • Wärme hilft bei schmerzhaften Muskelverspannungen im Rücken, z.B. durch Bäder, Heizkissen, Wärmflasche, durchblutungsfördernde Salben.
  • Kälte bei Entzündungen und Nervenreizungen, wie z.B. durch gelhaltige Kältepacks, Eisbeutel.
  • Sich Ruhe gönnen und entspannen.
  • Stufenlagerung
  • Entspannungsübungen, leichte Dehnübungen
  • Massagen
  • Schmerzstillende Medikamente
  • Kräftigung der Rückenmuskulatur
  • Krankengymnastische Übungen
  • Manuelle Therapie
  • Bewegung, wie z.B. Spaziergang

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Vorangegangener Unfall
  • Starken Schmerzen
  • Anhaltende Rückenschmerzen nach 3 bis 4 Tagen
  • Bei neurologische Störungen wie z.B. Lähmung, Kontrollverlust der Blasen – und Mastdarmfunktion
  • Fieber und schlechtes Allgemeinbefinden
  • Bei bekannten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Immun- oder Krebserkrankung, Osteoporose.

Was können Sie für einen gesunden Rücken tun?

Ein sinnvolles Bewegungstraining fördert den gesunden Rücken und hilft Ihnen dabei die Rückenbeschwerden zu vermindern. Yoga, Gigong, Thai-Chi und Pilates fördern die Haltung, Koordination und das Körpergefühl und eignen sich hervorragend als Pflegeprogramm für den geschundenen Rücken. Ein spezielles Programm mit gezieltem Krafttraining für die Rumpfmuskulatur ist sehr sinnvoll zur Prävention und langfristigen Vermeidung von Rückenschmerzen und wird häufig in Fitness-Studio angeboten. Lassen Sie sich einfach mal beraten und nehmen sie an einem kostenlosen Probetraining teil. Auch Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen, Radfahren, Skaten, Tanzen und Aerobic sind gut für den Rücken.

Tipps für den Alltag:

  • Benutzen Sie die Treppe anstatt den Fahrstuhl.
  • Mit dem Fahrrad zum Arbeiten oder zum Einkaufen fahren anstatt mit dem Auto.
  • Gymnastikübungen regelmäßig einplanen und auch ausüben.
  • Lockerungsübungen im Büro durchführen sowie auf aufrechte Sitzhaltung achten.
  • Beim Anheben von schweren Dingen immer in die Knie gehen und langsam aufrichten, das schont den Rücken.
  • Spaziergänge unternehmen.
  • Gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Salate, Obst, Öle, Nüsse, Fisch und Fleisch.
  • Achten Sie für einen gesunden Schlaf auf eine geeignete Matratze.